Gutspark

©Foto: Hans Machowiak

1993 gründete sich der Förderverein Temnitzkirche e.V. zum Zweck der Förderung des kulturellen und künstlerischen Lebens in der Region durch kulturelle Veranstaltungen, Theateraufführungen, Konzerte und Kunstausstellungen sowie zur Sorge um die Erhaltung von denkmalgeschützten Bauwerken. Die Initiatoren waren das Ehepaar Horst und Johanna Wagenfeld – er Landschaftsarchitekt, sie eine erfahrene Marketingexpertin.

Für die Wagenfelds lag das Potenzial des Temnitzortes Netzeband im Spannungsfeld zwischen der klaren Struktur klassizistischer Architektur und unverbauter Natur. Die Restaurierung der abbruchreifen klassizistischen Dorfkirche wurde Symbol des Aufbruchs. Am Fuße der wieder aufgebauten Kirche wurde ein alter, verwilderter Gutspark zum Leben erweckt und eine Amphitheater ähnliche Bühne geschaffen, wo seither Theaterkunst und Natur in Einklang kommen.

Schon nach relativ kurzer Zeit hatte sich die Kirche einen Platz unter den Kulturstätten der Region erobert. 1995 reifte die Idee zu einem Theaterfestival unter freiem Himmel. Mit dem Regisseur Frank Matthus und dem leider verstorbenen Bühnenbildner und Regisseur Jürgen Heidenreich fand der Förderverein zwei Theaterschaffende, die diese Vision umzusetzen begannen.

Anfangen, wo es anfängt.

Mit diesen Worten beginnt das Stück Unter dem Milchwald von Dylan Thomas. Die Inszenierung von Jürgen Heidenreich mit 53 überlebensgroßen Figuren eröffnet seit 1996 Jahr für Jahr den Theatersommer. Mit einem ausgesprochen ambitionierten Programm gewann der Theatersommer schnell ein begeistertes Publikum von Berlin bis Hamburg. Gorkis „Sommergäste“, Grillparzers „Sappho“,  „Der Tor und der Tod“ von Hugo von Hofmannsthal, „Don Perlimplim“ von Federico Garcia Lorca und „Faust Public“ sind die großen unvergessenen Inszenierungen der ersten Jahre. Mit „Ronja Räubertochter“ begann alsbald auch die Erfolgsserie der Kinder- und Familienstücke.

2000 war Netzeband das brandenburgische Expo-Dorf bei der Messe in Hannover.

2006 kreierte Frank Matthus mit seiner Inszenierung von Shakespeares „Macbeth“ das Netzebander Synchrontheater – eine Theaterästhetik –, die nur in Netzeband zu erleben ist.

Heute ist der Park nach wie vor Open Air Bühne, Naturdenkmal und Treffpunkt für Alt und Jung, Zugezogene und Alteingesessene. Und gerade in der Corona-Zeit sind nun alle Veranstaltungen mit strengem Hygiene-Konzept und viel Abstand in den Park verlegt. Alles steht unter dem Motto:

RAUS ! – Nach Netzeband

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©Foto: Julica Norouzi
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Der Gutspark – unser Amphitheater
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Der Gutspark mit Gutshaus
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Das Gutshaus im Park – beherbergt unsere Maskenwerkstatt und den Fundus
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Die Dorfkneipe von Rainer Jeetz – Zum Parkhaus – das Herz von Netzeband
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Die Theater-Werkstatt von Robert Vogel
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viel Platz für Leben
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Die Bank am Rande des Gutsparks mit Blick über die Felder
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