VERGANGENE EVENTS 2021

Inszenierung und Regie: Frank Matthus
Masken und Kostüme: Jana Fahrbach
Bühnenbild: Robert Vogel
Lichtdesign: Henning Schletter

Das Erwachen sexueller Lust einerseits auszuleben und andererseits in Einklang zu bringen mit moralischer Norm und gesellschaftlicher „Normalität“ ist das Thema von Jugendlichen heute wie vor hundert Jahren. Gelebte Sexualität ist Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein. Unterdrückte Sexualität ist erlebte Demütigung und sucht sich viele quälende Um- und Widerwege.

Wedekinds Stück spielt in einer doktrinären, patriarchalischen und heuchlerischen Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. Er reizt das Thema im wahrsten Sinne krass aus – von Selbstbefriedigung bis zum Selbstmord. Frühlings Erwachen ist unschuldig, naiv, herzig, komisch – und düster zugleich. Ein kantiges Meisterwerk.

Der Gutspark in Netzeband wirkt in der Verbindung zwischen Natur und Kirche und nicht zuletzt wegen seiner gewaltigen Dimension wie eine Art Brennspiegel. Wir wollen mit dem Stück und mit unserer Aufführungspraxis – dem Synchrontheater – eine weitere „Verfremdung“ hinzufügen: die musikalische Form, wie man es aus der Oper oder dem Musical kennt.

Wedekinds „Frühlings Erwachen“ wird eine Melange aus Show und hintergründigem Schauspiel. Eine Pop-Art-Version des Wedekind-Klassikers. In den Gutspark geworfen wie ins Universum.

Am Premierenabend hält Louise Kenn, die diesjährige Temnitzschreiber*in eine SPOKEN WORD PERFORMANCE.

30. Premiere | 31. Juli 2021

6. | 7. | 13. | 14. | 20. | 21. | 27. | 28. August 2021

Fassung | Inszenierung: Axel Poike
Musik: Arnold Fritzsch
Choreografie: Gritt Maruschke
Bühne: Robert Vogel
In Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Neuruppin

Nach dem großen Erfolg im Sommer 2020 (ausverkaufte Vorstellungen) kommt Aschenbrödel im Sommer 2021 auf die Netzebander Bühne zurück! Weltweit gibt es die Geschichte vom Aschenputtel in etwa 400 verschiedenen Varianten. In unserem Sprachraum haben die Brüder Grimm und Ludwig Bechstein die Figur bekannt gemacht. Für den berühmten DEFA Film, aus dem Jahre 1973, diente das tschechische Aschenbrödel nach der Erzählung von Božena Němcová als Vorlage. Diese entstand zwischen 1842 und 1845. Bei Božena Němcová heißt es: „Aschenputtel war immer guter Laune und klagte nicht, obwohl ihm nur Leid geschah.“


Unser Aschenbrödel – gespielt von Daria Monciu – ist ebenfalls kein Mauerblümchen, sondern im besten Sinne emanzipiert. Trotz aller Demütigungen durch Stiefmutter und Stiefschwester findet sie immer wieder einen Weg, ihr Leben zu genießen. Ein bißchen frech, mit viel Humor und natürlich mit Hilfe der drei Zaubernüsse erobert sie den Prinzen.

Samstag, 3. Juli 2021 – Premiere
Sonntag 4.| 11. | 18. | 25. Juli 2021 &
Sonntag 1. | 8. | 15. | 22. | 29. August 2021

Sponsoren
 

Musikfonds, 
SKE Fonds
Österreichisches Kulturforum Berlin
Sparkasse OPR
Katerbower Agrar GmbH
ASL Automationssysteme
Familie Meyer zu Hücker
Fontanebuchhandlung Neuruppin

Romantische Kammermusik von  Johannes Brahms, Hans Gàl und 

Peter Illitsch Tschajkowski/Toru Takemitsu für Klarinette und Streichquartett
mit Sabina Matthus-Bebie, Klarinette und dem Gascoigne-Streichquartett

Genauere Angaben:

Johannes Brahms (1833 – 1897) Deutschland
Klarinettenquintett h-Moll op.115
Für Klarinette und Streichquartett
Allegro – Adagio – Andantino – Presto non assai, ma con sentimento – Con moto

Hans Gàl (1890 – 1987) Österreich/England
Klarinettenquintett Opus 107, (1977)
Für Klarinette und Streichquartett
Allegro comodo, Lento – quasi allegretto, Poco adagio – allegro molto

Peter Illitsch Tschajkowski (1840 – 1893)
„Herbstlied“ für Klarinette und Streichquartett 
arr. Toru Takemitsu (1930 – 1996)

Sabina Matthus-Bébié, Klarinette, Bassklarinette, Saxophon, wurde 1975 in San José, Costa Rica geboren. Studium an der HfMT Bern/Biel. 

Seit 2014 spielt sie mit dem Akkordeonisten Felix Kroll als Duo „Im Goldrausch“. Der Schwerpunkt des Ensembles liegt einerseits bei Musik von Johann Sebastian Bach und andererseits bei zeitgenössischer Musik. Seit 2009 leitet sie auch die Kammermusikreihe „Vier Jahreszeiten“ in Netzeband und hat 2011 das Projekt Klarinettenfestival „Carte blanche“ ins Leben gerufen. 

Die Mitglieder des 2006 gegründeten Gascoigne-Quartetts spielen seit 2012 in ihrer heutigen Besetzung. Sie gehen alle unterschiedlichen Berufen nach. Ein Schwerpunkt des Ensembles liegt bei der Erarbeitung von Werken der Romantik sowie zeitgenössischer Musik. Dabei ist es dem Quartett ein besonderes Anliegen, auch Werke weniger bekannter Komponisten auf das Programm zu setzen. Das Quartett kooperiert regelmäßig mit anderen Ensembles, wie etwa dem Kammerchor Berlin e.V. Die Teilnahme am „Fête de la Musique“ bildet einen weiteren regelmäßigen Bestandteil seiner musikalischen Arbeit.

Violine I: Leo Clemens, Violine II: Patricia Burkert
Bratsche: Aurelia Schlesinger, Violoncello: Oliver Gascoigne

Das erste Konzert in Netzeband – nach der Corona-Pause.